Infobrief Dezember 2025

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Liebe Freunde
und Unterstützer der Sozialstiftung Oberberg

Wir sind dankbar, dass auch 2025, trotz mancher Wechsel in der Mitarbeiterschaft, unsere Angebote stattfinden konnten.

Mit unserem weihnachtszeitlichen Rundbrief möchten wir Euch ein bisschen in unsere schwerpunktmäßigen Aktivitäten des vergangenen Jahres mit hineinnehmen. Wir sind sehr froh und dankbar, dass diese Veranstaltungen schon seit Jahren von qualifizierten und treuen Mitarbeiter/innen durchgeführt werden. Wir begegnen jede Woche Menschen, die sehr dankbar für unsere Angebote sind und das auch immer wieder zum Ausdruck bringen, mal mit selbstgestrickten Socken, mit Blumen oder einem gemalten Bild. Diesen Dank geben wir gerne an Euch weiter, denn ohne Eure Gebete und finanzielle Unterstützung wäre das nicht möglich!

Lernhilfe

Was ergibt 7×8? Was heißt Baum auf Englisch? Und was ist ein Adjektiv? Mit solchen Fragen beschäftigen wir uns unter anderem in der Lernhilfe am Montagnachmittag. Wir unterstützen die Kinder dabei, ihre Hausaufgaben zu bewältigen und Freude am Lernen zu entdecken. Wir freuen uns mit ihnen über Fortschritte oder wenn sie uns stolz ihre Zeugnisse präsentieren. Unser Wunsch ist es, ihre Eltern, die nicht in Deutschland zur Schule gegangen sind, dabei so gut wie möglich zu integrieren. Sie dürfen zuschauen, mitmachen und erfahren, wie sie ihre Kinder auch zu Hause beim Lernen begleiten können. Momentan sind wir meist eine kleine Runde, hoffen jedoch, dass wir mit mehr Ehrenamtlichen noch mehr Kinder beim Lernen begleiten können. Denn wir merken, wie die Lernhilfe einen Unterschied macht und das nicht nur auf der schulischen Ebene.

Die Zweite Heimat

Donnerstag nachmittags treffen wir uns in der unteren Etage zur „2. Heimat“. Dieser Ankommenstreff für Flüchtlinge bietet Gemeinschaft bei Tee, Kaffee und Gebäck. Es kommen etwa 10 bis 20 Menschen aus der Ukraine, dem Iran, der arabischen Welt und andere. Meistens sprechen wir miteinander über ein Thema, und zwar möglichst auf Deutsch, um das Einleben zu fördern. Die Teilnehmer finden Themen wie Feiertage und auch biblische Aussagen interessant und stellen dazu Fragen. Sie erzählen von eigenen Erfahrungen und auch von Sorgen. Schön ist es, dass die Besucher aus verschiedenen Ländern untereinander ins Gespräch kommen und sogar Freundschaften schließen. Sehr froh sind wir, dass drei, manchmal sogar vier Studenten der BTA Forum Wiedenest dabei motiviert und tatkräftig mitarbeiten. 

Tafelcafé

Vor Kurzem haben wir  eine Umfrage unter unseren Gästen gemacht, um sie besser kennenzulernen. Die 60 ausgefüllten Fragebögen ergaben: Mehr als 50% kommen aus der Ukraine, jeweils 10% oder weniger aus Deutschland, Russland, Afghanistan, Syrien, der Türkei, Pakistan, und der Mongolei. Alle Befragten brachten ihre besondere Wertschätzung für das Tafelcafé, die gute Atmosphäre und die nette und freundliche Bedienung zum Ausdruck. Gut für sie sei, Leute zu treffen, mit denen sie reden könnten – auch, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Natürlich freuten sie sich auch über den Kaffee oder Tee und die leckeren Teilchen, die wir von der Tafel bekommen. Dankbar erwähnten viele, dass es einen warmen Raum gibt und sie nicht bei Regen oder Kälte draußen auf die Tafel-Ausgabe warten müssten.
Die meisten fanden, dass es am Tafelcafé nichts zu verbessern gäbe. Andere wünschten sich die Öffnung ab 8 Uhr und warmes Mittagessen.
Dass die Sozialstiftung mit dem Tafelcafé eine christliche Einrichtung ist, begrüßten alle. Einige bezeugten, dass sie an Jesus Christus glaubten. Ein Besucher schrieb: „Hier ist mir der Glaube noch mehr groß geworden!“. Darüber freuen wir uns als Tafelcafé-Mitarbeiter natürlich sehr und hoffen, dass das gelebte Zeugnis bei den Besuchern ankommt.

Frauencafé

Hallo, salam, privit, olá, merhaba oder so ähnlich begrüßen sich jeden Mittwochnachmittag im Terrassencafé die ca. 30 Frauen und 10 Kinder aus fast 15 verschiedenen Ländern. Dann ist die Freude über das Wiedersehen unüberhörbar. Bei Kaffee, Tee, Kuchen und mitgebrachten internationalen Köstlichkeiten wird diskutiert und werden Neuigkeiten ausgetauscht. Einmal monatlich haben wir ein kreatives Bastelangebot von Caritas und hin und wieder gibt es einen kleinen geistlichen Impuls, insbesondere zu den Feiertagen. Gerne kommen wir ins Gespräch über die Familie, Arbeit, Deutsch lernen und auch über den Glauben. Wir sind dankbar für die Unterstützung bei den Vor- und Nachbereitungen durch Ehrenamtliche, Bibelschülerinnen und die Herzwerkerinnen. Leider haben nun aber auch alle Mitarbeiterinnen aufgehört, die das Frauencafé gegründet haben. Sie haben eine wunderbare Arbeit begonnen und jahrelang wöchentlich durchgeführt. Wir sind von Herzen dankbar für ihren unermüdlichen Einsatz. Vielleicht hast du ja auch Lust, mal vorbeizukommen oder gerne auch mitzuarbeiten. Dann bleibt nur zu sagen: „Vielleicht bis nächste Woche!“

Aus dem Vorstand

Im Vorstand haben wir Verstärkung von Siegfried Beecken und Lothar Passeck bekommen, die die Stiftung mit ihren wertvollen Gaben unterstützen und fördern.

Im Sommer ist Reinhard Lorenz nach jahrelangem Engagement und Einsatz für die Sozialstiftung aus dem Vorstand ausgeschieden. Wir danken ihm für viele Jahre guter, schöner und konstruktiver Zusammenarbeit, in denen wir einiges erreicht haben. Alles, was er für die Menschen hier vor Ort getan hat, ist von unschätzbarem Wert. Durch seine Tätigkeit wurde Neues gestaltet, renoviert und ausgebaut. Er hat das Tafelcafé ins Leben gerufen, das Haus mit viel Leben erfüllt und verwaltet. Menschen, die Ihn kennengelernt haben, schätzen seine offene, herzliche Art. Schön, dass er uns im Tafelcafé erhalten bleibt und die Arbeit hier weiterhin bereichert. Auch verschiedene Ausstellungen wird er noch organisieren und leiten.

Wir wünschen ihm viel Kraft und Gesundheit für all seine Vorhaben.

Danke für die Zeit, die wir zusammen erleben durften!

Was gibt es sonst noch so?

Der Diplom-Psychologe Thomas Radke bietet jetzt ebenfalls psychologische Beratungen nach Vereinbarung in der Sozialstiftung an. Ihn erreicht man unter der Nummer 0178 886 7630.

Die Selbsthilfegruppe „Endlich-leben“ auf Basis des 12-Schritte-Programms bietet auch im zweiten Jahr wieder Hilfen für Menschen, die Veränderung und Befreiung aus Süchten und von schlechten Gewohnheiten suchen, an.

Jeden dritten Samstag im Monat kann man im Repaircafé defekte Haushalts- und Elektrogeräte reparieren lassen, ohne dass man sie gleich entsorgen muss.

Unsere Räumlichkeiten werden gerne auch zu verschieden Anlässen und Festivitäten von Organisationen, Initiativen und Privatpersonen  genutzt.

Als Vorstand der Sozialstiftung Oberberg wünschen wir Euch ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr!

Eva Vaszics, Simone und Matthias Junge, Siegfried Beecken und Lothar Passeck sagen: 

VIELEN HERZLICHEN DANK FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG!